Tagesgeldkonto
Das moderne Tagesgeldkonto liegt in letzter Zeit immer mehr im Trend. Das Tagesgeldkonto verdrängt immer mehr das sonst übliche Sparbuch als Anlageform für das Ersparte. Im Grunde ist ein Tagesgeldkonto nichts anderes als ein Sparbuch, hat jedoch gegenüber diesem nicht zu verachtende Vorteile vorzuweisen. Einer dieser Vorteile liegt darin, dass über das auf dem Tagesgeldkonto vorhandene Geld immer und in voller Höhe durch den Anleger verfügt werden kann.
Tagesgeldkonto | Geldanlagen
So kann bereits vom ersten Tag an das Geld auch von dem Tagesgeldkonto wieder abgehoben werden. Das Tagesgeldkonto eignet sich somit ganz hervorragend für kurzfristige Geldanlagen. Im Gegensatz zu dem Sparbuch, bei dem die monatlich abgehobene Summe nicht über 2000 Euro liegen darf, ohne dass Zinsen berechnet werden, kann man bei dem Tagesgeldkonto deutlich höhere Summen oder sogar das gesamte Guthaben auf einmal abheben. Das Tagesgeldkonto ist auch oft mit einem Extra versehen: Ein kostenloses Girokonto ermöglicht günstige Bankgeschäfte und spart somit auch Kosten.
Tagesgeldkonto | Kündigungsfristen
Das ist ein erheblicher Vorteil, wenn unerwartete Ausgaben oder Anschaffungen ins Haus stehen und man in kürzester Zeit einen größeren Geldbetrag zur Verfügung stehen haben muss. Überdies kann man sein Tagesgeldkonto auch jederzeit wieder auflösen, ohne sich an jedwede Kündigungsfristen halten zu müssen. Bei einem Sparbuch betragen diese Kündigungsfristen in der Regel zwischen 6 Wochen und 6 Monaten. Ein Tagesgeldkonto funktioniert eigentlich wie ein normales Girokonto, bei dem man ja auch Zinsen für sein Guthaben bekommt.
Tagesgeldkonto auf Guthabenbasis
Allerdings kann man von dem Tagesgeldkonto aus keine Geldgeschäfte tätigen, sprich keine Überweisungen ausführen oder Daueraufträge buchen lassen. Außerdem wird ein Tagesgeldkonto ausschließlich auf Guthabenbasis geführt, was für den Anleger bedeutet, dass er nur die tatsächlich als Guthaben vorhandene Summe von dem Tagesgeldkonto abheben kann. Bei dem Tagesgeldkonto gibt es keine bestimmten Vorgaben, in welchem Rhythmus und in welcher Höhe Geld eingezahlt wird. Man kann monatlich einen festen Betrag auf das Tagesgeldkonto einzahlen oder aber auch nur sporadisch unterschiedlich hohe Summen.
Tagesgeldkonto | Sparen
Sehr beliebt bei vielen Inhabern eines Tagesgeldkontos ist das Abräumsparen. Hierbei wird das am Monatsende noch vorhandene Guthaben auf dem Girokonto automatisch auf das Tagesgeldkonto umgebucht. Anders herum funktioniert es aber auch bei Tagesgeldkonten, die mit einem Girokonto gekoppelt sind, dass zum Beispiel automatisch Geld vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto umgebucht wird, sobald dieses ins Minus rutscht. Besonders für Unternehmer ist dies eine recht interessante Möglichkeit, die Finanzen im Griff zu behalten. Bei vielen Banken wird ein Tagesgeldkonto mit 2% jährlichen Zinsen geführt, man kann aber auch weit höhere Zinsen erzielen.
Tagesgeldkonto | Onlinebank
Da man ja nicht zwangsläufig an die Hausbank gebunden ist, wenn man sich ein Tagesgeldkonto zulegen möchte, kann man sich auch bei anderen Banken nach geeigneten Angeboten umsehen. Die meisten Zinsen wird man wahrscheinlich bei einer der Onlinebanken erhalten. Das Führen eines Tagesgeldkontos ist bei fast jeder Bank kostenlos. Für Einzahlungen oder Auszahlungen fallen keinerlei Gebühren an, unabhängig von der Anzahl. Da die Zinsen gegenüber einem Sparbuch, welches in den meisten Fällen nur eine Verzinsung von 0,5 Prozent aufzuweisen hat, deutlich höher sind, ist das Tagesgeldkonto natürlich auch vom finanziellen Aspekt her für viele Sparer die bessere Möglichkeit.
Tagesgeldkonto | Geld abheben
Der einzige Nachteil eines Tagesgeldkontos liegt darin, dass man ähnlich wie bei einem Sparbuch ebenfalls ein Buch erhält, mit dem man dann am Bankschalter Abhebungen tätigen muss, das heißt, man ist dann wieder von den jeweiligen Öffnungszeiten der Bank abhängig. Bei den Onlinebanken kann das natürlich wieder ganz anders aussehen, hier erhält der Sparer möglicherweise auch eine Karte, mit der er an einem Automaten das Geld abheben kann.
Tagesgeldkonto | Alternative zum Sparbuch
Grundsätzlich ist für die meisten Sparer das Tagesgeldkonto die bessere Alternative zum Sparbuch, wenn er sein Geld kurzfristig anlegen möchte und dieses jederzeit verfügbar wissen möchte. Für längerfristige Geldanlagen stehen andere Sparformen zur Verfügung, die oft auch eine höhere Rendite versprechen. Eltern können auch für ihre Kinder schon ein Tagesgeldkonto statt eines Sparbuchs anlegen, auf das sie dann in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Geld einzahlen. Später kann der oder die Jugendliche das Konto eigenständig weiterführen, beispielsweise wenn mit einer Lehre begonnen wird.
Da auf das Tagesgeldkonto nicht regelmäßig gleich hohe Beträge eingezahlt werden müssen, bietet sich diese Sparform auch für die jüngere Generation geradezu an. Wer nur Lehrgeld bezieht, weiß, wie schnell dieses verbraucht ist, und da ist es kaum möglich, monatlich feste Beträge auf das Tagesgeldkonto einzuzahlen. Wenn einmal kein Geld vorhanden ist, muss auch auf das Tagesgeldkonto nichts eingezahlt werden. Gleichsam beugt das Tagesgeldkonto einer zunehmenden Verschuldung unserer Jugend vor, da dieses ja nur auf Guthabenbasis geführt werden darf.
Tagesgeldkonto | Kündigung
Wenn einmal ein finanzieller Engpass besteht oder eine größere Anschaffung notwendig ist, kann das Geld vom Tagesgeldkonto jederzeit abgehoben werden. Bei einem Sparbuch müsste das Sparbuch erst einmal gekündigt werden, wenn man größere Summen als 200 Euro abheben möchte. Dies ist natürlich wieder mit langen Wartezeiten aufgrund der Kündigungsfristen verbunden, was in den meisten Fällen schier unmöglich ist. Für Selbständige und Freiberufler stellt ein Tagesgeldkonto eine attraktive Ergänzung zum Girokonto dar.
Tagesgeldkonto
Falls am Monatsende Geld auf dem Girokonto übrig ist, kann dieses durch das sogenannte Abräumsparen auf das Tagesgeldkonto gebucht werden, wo wesentlich höhere Guthabenzinsen erzielt werden als auf dem Girokonto. Gerät das Girokonto einmal ins Minus, kann eine entsprechende Summe automatisch von dem Tagesgeldkonto auf das Girokonto umgebucht werden, um Sollzinsen zu vermeiden. Auf diese Weise kann ein Unternehmer immer für ausgeglichene finanzielle Verhältnisse sorgen.